Enveloping3D - (Kopfhörer-) Upmix

 

Probleme konventionellen Kopfhörer-Hörens

Kopf-/Ohrhörer-Hören (von Stereo-Aufnahmen) ist praktisch und in vielen Situationen auch alternativlos - der Hörgenuss in klanglicher Hinsicht aber ist seit jeher deutlich eingeschränkt:

a. Die sogenannte „Im-Kopf-Lokalisation“ (IKL) bewirkt, dass die (virtuellen) Schallquellen sich nicht aus dem Kopf des Hörers herausbewegen (normalerweise müsste man sie von vorne wahrnehmen). Das führt zu einer geringen Körperhaftigkeit und Enge der Schallquellen, man bekommt sie gehörsmäßig nicht so recht zu fassen und sie haben nur eine eingeschränkte emotionale Wirksamkeit auf den Hörer.

b. Insbesondere bei älteren Aufnahmen fokussieren sich die (virtuellen) Schallquellen auf 3 Haupt-Einfallsrichtungen: von vorn, von links und von rechts. Aus den Bereichen dazwischen, also von halblinks und von halbrechts, nimmt der Hörer nur deutlich weniger wahr, was nicht zuletzt zu einer fehlerhaften Wiedergabe der Pegel-Balance führt: die Schallquellen, die sich eigentlich halblinks und halbrechts befinden müssten, werden ein Stück weit leiser wahrgenommen als sie eigentlich gemeint sind.

Bei vielen (längst nicht bei allen) neueren Aufnahmen werden in Bezug auf dieses Problem die Bedingungen der Kopfhörer-Wiedergabe besser berücksichtigt, die beschriebenen „Löcher“ sind dann deutlich weniger wahrnehmbar.

c. Die in den Aufnahmen enthaltene Räumlichkeit entfaltet sich nicht „räumlich“ - stattdessen scheint sie für den Hörer aus einem schmalen Band zwischen links und rechts zu kommen und hat dadurch etwas nicht recht Fassbares. Eine Umhüllung des Hörers (Enveloping) wie in guten Konzertsälen kann unter diesen Umständen nicht stattfinden. Lautsprecher-Wiedergabe bezieht diesbezüglich die Räumlichkeit des Abhörraums in das Hörerlebnis mit ein - das führt zwar zu einer Verwässerung des Charakters der Gesamträumlichkeit (die Aufnahmen sollen ja nicht nach Wohnzimmer klingen), ist aber klangästhetisch gesehen ein wesentlich besserer Kompromiss als das derzeitige Kopfhörer-Hören.

d. Auch bei bassstarken Modellen ist die Basswiedergabe von Kopfhörern fragwürdig, zumindest sind die Grundtöne sehr tiefer Klangbestandteile in der Wahrnehmung des Hörers unterbelichtet, so dass es tiefen Tönen an „körperlicher“ Durchsetzungskraft mangelt.

Bei all diesen Problemen ist die Ursache nicht bei den Kopfhörern zu suchen, im Gegenteil: das ganze übrige System stimmt bislang nicht. Die einzige Lösung besteht darin, das Audio-Material so aufzunehmen oder für die Kopfhörer-Wiedergabe so umzuformen, dass es denjenigen Schallsignalen ähnlicher wird, die beim normalen Hören dort zu finden sind, wo sich beim Kopfhörer-Hören die Membranen befinden.

 

Die Lösung

In High-End Kreisen ist in Bezug auf eine Lösung für die oben aufgeführten Probleme vom „Heiligen Gral“ der Audio-Branche die Rede. Tatsächlich ist der Problem-Komplex ausgesprochen vielschichtig gelagert, so dass Lösungen nur für Einzel-Probleme unausgegoren und nicht in sich stimmig klingen. Auch sind bereits die Einzel-Lösungen an sich keineswegs trivial, sondern erfordern das Ausbrechen aus althergebrachten Denkmustern und das Einbringen ganz unkonventioneller Ideen.

Kurzgefasst gelingt es beim Enveloping3D Kopfhörer-Upmix,

a. die Ausgangs-Stereoaufnahme in ein HOA-Klangfeld zu transformieren,

b. den Klangkörper (die Schallquellen) virtuell aus dem Kopf des Hörers heraus nach vorn zu bewegen sowie

c. die in der Aufnahme vorhandene Räumlichkeit aufzufächern und den Hörer mit dieser Räumlichkeit auf überzeugende Weise einzuhüllen.

Aus einem flachen, kleinen und ernüchternden Klang wird ein großartiges 3D-räumliches Hörerlebnis, das der Musik endlich gerecht wird. Auch die Bässe klingen grundtönig und unaufdringlich intensiv. Die herkömmliche Art des Kopfhörer-Hörens wirkt im Vergleich dazu absolut „historisch“. Der Enveloping3D Kopfhörer-Upmix schickt sich an, der neue Standard für das Hören von Stereo zu werden.

 

Der Weg zur Marktreife

Vom Prototypen des Upmixes bis zu marktreifen Produkten ist es noch ein längerer Weg. Verschiedene Qualitätsstufen je nach Rechenaufwand möglich, so dass mit High-End-Produkten ebenso zu rechnen ist wie mit immer noch klanglich sehr eindrucksvollen Lösungen z. B. für das Smartphone.

 

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Enveloping3D Kopfhörer-Mix

 

 

 

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